

1961![]() Umbenennung in "Naturwissenschaftliches
Museum".
Ab Mitte der 1950er Jahre wandte sich das Museum stärker
der Vermittlung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse
zu und erweiterte so sein Ausstellungsangebot. So kamen
zunehmend Themen wie Astronomie und der Kosmos in den Blickpunkt von
Sonderausstellungen. |
24.
März 1962So ist es nur folgerichtig, dass am 24. März 1962 ein Kleinplanetarium im Saal der 3. Etage eingeweiht wurde. Das Echo in der Öffentlichkeit ist enorm, die Errichtung des Planetariums bedeutet für das Naturwissenschaftliche Museum und das Museumswesen in der DDR einen gewaltigen Sprung nach vorn. Ende der 1970er Jahre treten technische Mängel auf und das Gerät genügt nicht mehr den modernen technischen Anforderungen. 1985 erfolgt der Abbau und die Übergabe an das Schulmuseum Leipzig. |
| 2. Februar 1966 Mit dem Amtsantritt von Dr. WOLF-DIETER BEER als Direktor des Naturwissenschaftlichen Museums beginnt eine neue Etappe. Bisher zählt nur das Meereskundliche Museum in Stralsund zu den international konkurrenzfähigen Naturkundemuseen. Um dem Leipziger Museum eine Identität zu geben, wird zeitweise sogar über eine Umbenennung in "Roßmäßler-Museum" nachgedacht (Vorschlag von Prof. Dr. H. Dathe am 13.04.1966). Dr. Beer entschließt sich im Ausstellungskonzept für einen Mittelweg, der die bewährten Traditionen heimatgebundener Anschauung mit dem Prinzip der Vermittlung neuester naturwissenschaftlicher Erkenntnisse verbinden soll. |
1968![]() Als Folge der Auflösung des Zoologischen Museums der Karl-Marx-Universität gehen große Bestände von Wirbeltierpräparaten in den Besitz des Naturwissenschaftlichen Museums über. Von besonderer Bedeutung sind die Dermoplastiken von HERMANUS HENDRICUS TER MEER, dem Begründer der modernen Tierpräparation. In seiner fast siebenundzwanzigjährigen Tätigkeit am Museum der Universität Leipzig war TER MEER nicht nur ein genialer Dermoplastiker, sondern auch ein begnadeter bildender Künstler. Das Naturkundemuseum Leipzig besitzt mit 233 Präparaten nicht nur die umfangreichste Sammlung von Exponaten aus der Hand TER MEER's, sondern auch eine beachtliche Kollektion seiner frei gestalteten Kleinplastiken (67). |
1970Das erste Heft der "Veröffentlichungen Naturkundemuseum Leipzig" erscheint, damals noch unter dem Titel "Natura regionis Lipsiensis". |
1.
Mai 1983Das Naturwissenschaftliche Museum Leipzig wird vom Kulturminister der DDR in die Museumskategorie 1 heraufgestuft. Damit werden die langjährigen Bemühungen von Dr. BEER gekrönt, den Kulturverantwortlichen die wissenschaftliche und kulturpolitische Bedeutung der Sammlungen verständlich zu machen. Dies brachte vor allem im Bereich des Stellenplanes nennenswerte Erweiterungen. Seit
Mitte der 1960er Jahre wurde die Dauerausstellung unter
Einbeziehung neuester Erkenntnisse ständig thematisch
erweitert.
Das Diorama wurde als zentrales Element zur Veranschaulichung von
Lebensräumen von Tieren und Pflanzen gestalterisch
weiterentwickelt. |
![]() 1.
Mai 1987Nach einer fast zwei Jahre dauernden Schließung öffnet das Museum am 1.Mai 1987 wieder seine Pforten, ab nun mit dem Namen "Naturkundemuseum Leipzig". Die Wiedereröffnung steht im Zeichen zweier Jubiläen. Vor 150 Jahren wurde die II. Höhere Bürgerschule, das heutige Museumsgebäude, erbaut. Zudem sind 75 Jahre seit der Eröffnung der ersten Dauerausstellung des Naturkundlichen Heimatmuseums vergangen. Was hat zu dieser Namensänderung geführt? Der Direktor SIGBERT REINL berichtet darüber: "Der seit 1961 geführte Name Naturwissenschaftliches Museum Leipzig hat sich ... in der Bevölkerung von Leipzig und im In- und Ausland nicht durchgesetzt. Für unser Publikum, unsere Besucher und Partner sind wir das Naturkundemuseum. |
10.
März 1990Im Naturkundemuseum wird der Landesverband Sachsen des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) gegründet. Die Ortsgruppe Leipzig (heute NABU-Regionalverband Leipzig) führt seitdem regelmäßig die Veranstaltungsreihe "Der Natur Zuliebe" im Museum durch. |
| 13. Februar 1992 Am 13. Februar 1992 wird der Verein der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Leipzig e.V. gegründet. Im Förderverein engagieren sich Einzelpersonen sowie 11 Fachgruppen und Vereine. |