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1) Das Erdaltertum und
Erdmittelalter in der Region Leipzig - vom
Präkambrium bis zur Kreidezeit:
Zeitraum: vor ca. 1 Milliarde Jahren bis vor 50 Millionen Jahren Die Entstehung der geologischen Grundgebirge aus Granulit oder Grauwacke. Zudem war NW-Sachsen Schauplatz intensiver vulkanischer Tätigkeit und bietet eine Vielfalt eruptiver Gesteine, die sich aber dennoch von heute aktiven Vulkanismusregionen unterscheiden. Eine besondere Attraktion eines Museums ist die bunte Welt der Minerale und Edelsteine sowie ihrer Entstehung. |
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2) 50 Millionen
Jahre Klima- und Landschaftsgeschichte
Zeitraum: Tertiär bis zum Ende der letzten Eiszeit Die gewaltigen künstlichen Aufschlüsse der Braunkohleindustrie sowie die damit verbundenen unzähligen Erkundungsbohrungen haben den Beweis erbracht, dass das Saale-Elbe-Gebiet zu den bedeutendsten Zeit-, Klima- und Prozessarchiven der Erde für diesen jüngsten Zeitabschnitt der Erde zählt. Die Region Leipzig ist die am stärksten perforierte Region Europas. Dies erlaubt uns in einer Zeitreise die Rekonstruktion von Klima-, Landschafts-, Floren- und Faunenwandel von subtropischen bis zu arktischen Verhältnissen. Vom tropischen Meer bis zur Eiszeit haben die verschiedensten Lebensraumtypen unsere Landschaft geprägt. |
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3) 10.000 Jahre
NaturKulturGeschichte - die Entwicklung des Leipziger
Auensystems
Zeitraum: die letzten 10.000 Jahre Seit der Mensch nach der letzten Eiszeit in die Region eingewandert ist, hat er sie permanent zu seinem Nutzen überformt. Die Region Leipzig gehört mit zu den am schnellsten und am intensivsten vom Menschen besiedelten Regionen Mitteleuropas nach der Eiszeit. Das Leipziger Binnendelta war dabei prägend für die Entwicklung der Region. Diese Entwicklung zeichnet sich durch enge Wechselwirkungen zwischen der menschlichen Ansiedlung, den Fließgewässern und den übrigen Auenlebensräumen aus, die in diesem Themenbereich dargestellt werden sollten. |
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4) Vom Braunkohlentagebau
zum Neuseenland
Der Braunkohlenbergbau hat Menschen aus ihrer Heimat vertrieben, große Löcher in die Region gerissen, wertvolle Lebensräume vernichtet aber auch eine Folgelandschaft mit neuen Werten geschaffen. Pionierbiotope als Lebensräume auf Zeit ermöglichen vielen durch Lebensraum wandel und -verlust gefährdeten Arten vorübergehenden Ersatzlebensraum. Doch der menschliche Nutzungsdruck auf großflächig unberührte Entwicklungszonen nimmt stetig zu. |
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5) Die Lebensräume
der Region - Naturraum Dübener-Dahlener
Heide, die Mulde,
die Porphyrhügel östlich von Leipzig
Von den verschiedenen Waldtypen zum Offenland mit Hecken, Wiesen, Weiden und Agrarflächen, von kleinen Gewässern mit Sümpfen und Mooren bis zu großen Seen - Dieser Themenkomplex soll die Vielfalt der Lebensräume in Nordwestsachsen, aber auch ihren Wandel durch Industrialisierung und Urbanisierung aufzeigen. |
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6) Hermanus Hendricus ter
Meer und die Geschichte der Präparationskunst
Herman H. ter Meer gilt als der Begründer der modernen Tierpräparation, die er zu einem wahren Kunsthandwerk erhob. Als begnadeter bildender Künstler war er im Jahr 1931 Mitbegründer der "Deutschen Künstlervereinigung der Museumsdermoplastiker" (DEUKÜMAS). Der gebürtige Niederländer wirkte von 1907 bis zu seinem Tod 1934 als Präparator am Zoologischen Museum der Universität Leipzig. Mit 232 Präparaten besitzt das Naturkundemuseum Leipzig die umfangreichste Sammlung von Exponaten von Hermanus Hendricus ter Meer. In der Tradition ter Meers wirkten und wirken bis heute die Präparatoren des NKM fort. SO beschäftigt das Naturkundemuseum derzeit mit Herrn Diebitz einen Präparator, der bei der Weltmeisterschaft der Präparatoren mehrere erste Plätze abgeräumt hat. (siehe auch "Fast für die Ewigkeit") In Schaumagazinen, teilweise untergebracht in den wuderschönen historischen Magazinschränken, sollten bedeutende und attraktive Sammlungen des Museums ebenso präsentiert werden, wie die Methoden der Präparation. Platzbedarf: 300 - 500 m² |
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7)
Die Evolution des Menschen
Mit dem Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie hat Leipzig eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet. Was liegt da näher, als eine Kooperation anzustreben, in der das neue (aktuelle) Weltbild der Menschheitsentwicklung populärwissenschaftlich dargestellt wird. Platzbedarf: 100 - 250 m² |
Das
ehemalige Landratsamt Tröndlinring 3
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Trotz
aller im Laufe der Zeit aufgetretenen
technischen Probleme ließe sich auch das bestehende
Gebäude ausbauen und erweitern. Dabei muss das
Gebäude komplett entkernt werden und nur noch die
denkmalgschützten Fassaden blieben erhalten. Mit einer nun
kompletten Unterkellerung, Aufstockung um eine weitere Etage und
flächigen Erweiterung ließen sich deutlich
über 4.000 m² Nutzfläche erzielen. Damit
wäre genug Nutzraum für größer
Dauer- und Sonderausstellungsflächen sowie für
Magazine, Arbeitsräue und technische Infrastruktur vorhanden.
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Bei
denkmalgerechter Erweiterung der Fassade würde sich das
modernisierte Naturkundemuseum wunderbar ins Stadtbild einpassen. Das
Gebäude würde dann mit seiner westlichen Ecke an den
Pleißemühlgraben reichen, der in Zukunft wieder freigelegt
werden soll (Verlauf unter den blauen Rohrleitungen). Für
Füßgänger würde deshalb im Erdgeschoss eine
schräge Passage eingebaut.
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